Mittwoch, 22. Februar 2012

Wer Liebe sucht...

… muss die Liebe zuerst in sich selbst finden


Wie viele Menschen suchen vergeblich nach der Liebe und können sie einfach nicht finden. So zerbrechen ihre Partnerschaften oder die vermeintlich Richtige/ der vermeintlich Richtige ist scheinbar noch nicht dabei gewesen.

Der Fehler bei der Liebessuche liegt meistens darin, dass im Außen danach gesucht wird. Die Liebe beginnt aber mit der Eigenliebe, denn nur, wer sich selbst lieben kann, kann Liebe empfangen und weitergeben.

Wer sich selbst nicht lieben gelernt hat, sucht im Grunde nach einem Lückenfüller. Der Partner soll dann die Leere in einem ausfüllen und dadurch entstehen allzu hohe Erwartungen an diesen Lückenfüller. Diese Erwartungen kann kein Mensch auf Dauer erfüllen. Meistens werden eigene Mängel dann auch noch auf den Partner projiziert. Bei einem Mangel an Selbstliebe sprechen Menschen solche Sätze aus wie: „Ich brauche dich!“. Übersetzt bedeutet dies, dass man scheinbar ohne diesen Partner nicht leben kann und sich vielleicht auch gar nicht fühlen kann. Auch wenn sich das nun fies anhört, wird der Partner unbewusst benutzt, um den Liebesmangel auszugleichen.

Das Thema fehlende Selbstliebe ist kein seltenes Thema, denn die Erziehung ist meistens – unbewusst – darauf ausgelegt. Eigenlob soll stinken und Mädchen sollen lieb und nett sein und sich nach den Wünschen anderer Menschen richten; Jungen dürfen nicht weinen und somit ihre schwache Seite nicht lieben usw. Also, kein Wunder, dass es sehr vielen Menschen an der nötigen Portion Selbstliebe fehlt und somit immer wieder Beziehungsprobleme erleben.

Wer die Liebe in sich gefunden hat...
- sieht den Partner als Bereicherung an
- kann seine Stärken und Schwächen akzeptieren und sogar lieben
- braucht den Partner zwar nicht, aber ist sehr gerne mit ihm zusammen
- kann sich selbst Gutes tun und sich selbst verwöhnen
- kann gut Zeit mit sich alleine verbringen.


Selbstliebe wird oftmals mit übertriebenem Narzissmus verwechselt. Es geht aber – wie bei allem - um ein gesundes Gleichgewicht. Das bedeutet, dass ein Mensch, der sich selbst nicht ausreichend lieben kann, ebenso aus der Balance geraten ist wie ein Mensch, der fast nur sich selbst liebt. Beide sind liebensunfähig.

Es geht bei der Selbstliebe darum, die inneren Lücken selbst füllen zu lernen und somit ein erfülltes Leben genießen zu können. Dann wird ein Partner das bereits schöne Leben noch schöner machen können. Er muss aber keine hohen Erwartungen erfüllen, um geliebt zu werden.

Zudem ist der Mensch, der mit sich selbst im Reinen ist, eine Bereicherung für andere Menschen. Bestimmt kennt jeder einen Mitmenschen, der als warmherzig und in sich ruhend beschrieben wird und dessen Anwesenheit als wohltuend empfunden wird.

Wie man lernen kann, sich selbst zu lieben, wird im nächsten Blogartikel angesprochen.

[Fotos: Gerd Altmann / pixelio.de]

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